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Kokosnuss-Produkte im Gesundheits-und Öko-Check

Cupcakes aus Kokosraspeln
Cupcakes aus Kokosraspeln

Der Geschmack der Kokosnuss ist einzigartig und allgemein sehr beliebt.

Früher freute man sich auf Kokosmakrönchen an Weihnachten und leistete sich ab und zu eine Pina Colada. Das waren die Highlights, die einem einen Hauch von Tropenzauber vermittelten.

Heutzutage sind Kokos –Produkte für Küche und Bad in allen Varianten erhältlich:

 

Kokosöl, Kokosmilch, Kokosmehl, Kokosflocken bzw. Kokosraspeln, Kokosnusswasser und Kokosblütenzucker.

 

Wer hat diesen Hype um Kokosnüsse inszeniert?

Warum sollten wir bei jeder Gelegenheit Kokosnussprodukte konsumieren?

 

Erneut tappen wir in die Falle des big business. Da wird wieder mal was im ganz grossen Stil aufgezogen.

 

Gesundheit holen wir uns nicht, wenn wir Kokosnussprodukte konsumieren.

Die meisten dieser Produkte sind überflüssig und in keiner Weise besser als unsere regionalen Produkte.

 

Die Kokosnuss wird als Superfood für innere und äussere Anwendung hoch gejubelt.

Zu Unrecht, denn die Kokosnuss ist definitiv nicht die ideale Gesundheitsnuss und was die Ökobilanz betrifft, schneidet sie sehr schlecht ab.

 

Gesundheit

Fette der Kokosnuss:

 

Gesamter Fettgehalt 33 g

  • Gesättigte Fettsäuren 30 g
  • Einfach ungesättigte Fettsäuren 1.4 g
  • Mehrfach ungesättigte Fettsäuren 0.4 g

 

 

Kokosnüsse haben viele gesättigte Fettsäuren, die bekanntlich nicht gesundheitsfördernd sind und von denen wir sonst schon genügend haben. Diese gesättigten FS erhöhen den Cholesterinspiegel und somit das Risiko für Herzerkrankungen sowie Schlaganfälle.

Was die Fettsäuren der Kokosnuss betrifft, ist noch folgendes wichtig:

Das Verhältnis der 2 fach ungesättigten Fettsäure LA („Linolsäure“ , eine Omega-6-Fettsäure) zur 3 fach ungesättigten Fettsäure ALA (=„Alpha –Linolen Acid“ , eine Omega-3 Fettsäure) ist in der Kokosnuss gerade umgekehrt zu dem, was der menschliche Körper bräuchte.

siehe www.diet-health.info

 

Die moderne Zivilisationsernährung liefert uns eh schon zu viel Omega-6 FS.

Wo früher ein gesundes Verhältnis von ca 1:1 bestand, hat sich dieses Verhältnis zugunsten der Omega-6 Fettsäuren stark verschoben und liegt mit einem bis zu 25 mal höheren Omega-6 Anteil (25:1) weit über dem tolerierbaren Grenzwert von 3:1.

Das Fettverhältnis in der Kokosnuss begünstigt dieses Missverhältnis noch mehr.

 

Dieses Übermass an Omega-6 FS verursacht Entzündungen im Körper. Die sogenannten stillen Entzündungen sind weit verbreitet und Ursache für viele Nachfolge- Erkrankungen.

 

Kokosblütenzucker ist nur Fruchtzucker. Warum sollen wir Süssstoffe von so weit her brauchen? 

 

Kokosnuss ganz, Kokosfleisch und Wasser
Kokosnuss ganz, Kokosfleisch und Wasser

Umwelt:

Es ist jetzt schon absehbar, was die Folgen dieser weltweit gesteigerten Nachfrage sind:

 

Die Produktion hat sich von der traditionellen Mischkultur der Kleinbauern zur profitableren Monokultur der Grossinvestoren gewandelt, was mit vielen negativen Auswirkungen auf die Umwelt weltweit und die sozialen Strukturen vor Ort einhergeht.

 

Kokospalmen wachsen langsam. Die Produktion muss aber schnell gehen, um den Markt zu befriedigen. Deshalb braucht es entsprechend mehr Anbau-Flächen. Entweder wird dafür Urwald gerodet oder die Flächen werden der angestammten Landwirtschaft abgezweigt.

Monokulturen sind reines Gift für die Umwelt: mehr Dünger, mehr Gift, vermehrter Wasserverbrauch. (Details siehe „Wissen/Anbaumethoden/Monokulturen“ im Header)

Die Anbaubedingungen ähneln denen von Palmöl-Kulturen.

 

Indonesien, die Philippinen und Indien sind die Hauptanbaugebiete.

Der Transport von den Anbau –Ländern zu uns ist sehr weit. Der CO2 Ausstoss ist dem entsprechend hoch.

 

 

Es besteht das Risiko, dass mit der intensiven Ausrichtung auf den Export der ärmeren heimischen Bevölkerung ein Hauptnahrungsmittel weg genommen wird.

Zudem ist das Kokosnuss-Wasser das ideale Mittel, in Gegenden ohne Süsswasserquellen den Flüssigkeitsbedarf der Einwohner zu decken.

 

 

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