· 

Luftverschmutzung

Machen wir das Unsichtbare sichtbar:

Mehrere Tage ohne Regen und Wind und schon ist die Schadstoff-Belastung der Luft so hoch, dass niemand mehr sagen kann "ich geh mal an die frische Luft". Die 3000-6000 Mikropartikel(Feinstaub) / m3, die man auch in ländlicher Umgebung regelmässig misst, sind  sehr schädlich. Solche Werte haben wir oft am Vierwaldstättersee in grüner Umgebung. Gute Luft sollte jedoch keine Schadstoffpartikel aufweisen.

Messgeräte können die Anzahl Partikel oder das Gewicht, also die Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter anzeigen.  

 

Feinstaub ist ein Gemisch aus kleinsten Partikeln verschiedenster Quellen

Die Partikel entstehen bei

  • Verbrennung von fossile Brennstoffen wie Öl, Kohle, Benzin
  • Verbrennung von Holz
  • Verbrennungsabgase wie Schwefeloxid,  Stickoxid, Ammoniak, flüchtige organische Verbindungen)

 

Das LaserEgg zum Beispiel zeigt den PM2.5-Feinstaubwert an, also wie viele Mikrogramm Feinstaub (die Partikel sind kleiner als 2.5 Mikrometer) nach Angaben der offiziellen Messstationen Pekings und auch der US-Botschaft auf einen Kubikmeter Luft kommen. Das kleine, handliche Gerät kann überall aufgestellt werden.

Die Feinstaubbelastung durch feinste Öltröpfchen, die beim Braten in der Küche entstehen, entspricht dem höchstem Smogalarm.

Kerzen verursachen ebenfalls schlimme Zustände.

 

 

Langfristige Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität

Ab 1. Juni 2018 gilt in der Schweiz die neue Luftreinhalte-Verordnung. Um die Feinstaub Emission zu verringern, sollen bei Heizungen verschärfte, dem neuesten Stand der Technik angepasste Vorschriften angewandt werden. 

Die dadurch verbesserter Luftqualität wird bei Gesundheitskosten und Gebäudeschäden Einsparungen zwischen 50-250 Millionen Franken pro Jahr möglich machen.

Wie können wir uns selbst optimieren?

Wir legen uns einen konkreten Plan zurecht:

  • Einkaufen, was in der Region entstand, denn damit lassen sich weite Transportwege der Produkte verhindern.
  • Saisonale Produkte einkaufen, denn Treibhausproduktion erhöht die Umweltbelastung.
  • Weniger oder gar nicht mehr Auto fahren. Wenn schon Auto, dann möglichst "umweltfreundliche" Autos kaufen (kein Diesel!)
  • Flugreisen vermeiden
  • Bei Kälte die Raumtemperatur auf max. 20 Grad beschränken, dafür wärmere Kleidung anziehen. Schlafzimmer max.18 Grad.
  • Nicht mehr so oft mit Holzkohle oder Holz grillieren! Holzkohle ist enorm schädlich für die Umwelt, sowohl ihre Produktion, wie auch das Verbrennen.
  • Vermehrt oder vorwiegend oder vielleicht sogar ganz auf vegane Ernährung umstellen. Was vegane Ernährung mit Umwelt und Gesundheit zu tun hat ist ausführlich dokumentiert auf www.diet-health.info

Sofort-Massnahmen zum Schutz unserer Gesundheit

Messgerät aufstellen, um Innenräume und Aussenluft zu messen. 

Regenlässig lüften und dabei die Werte beobachten. Nur lüften bei geringer Feinstaubbelastung der Aussenluft. 

Am besten zusätzlich ein Luftreinhaltegerät benutzen, das die Innenräume mit einem Feinstaubpartikel Filter reinigt (braucht leider Strom).

Zu beachten: Drucker und andere Geräte in Werkstätten belasten die Luft ebenso.

 

 

 

 

Achtung : langfristige Gesundheitsschäden.

Es ist mittlerweile bekannt, dass Feinstaub uns schadet: die Partikel gelangen in die Bronchien, die ganz kleinen sogar bis in die Lungen- Bläschen.

Dies verursacht längerfristig Atemwegsprobleme:

Reiz-Husten, Entzündungen im Lungengewebe, Asthma, COPD (cronic obstructiv pneumonal desease).

Anhaltende hohe Belastung hat Herz-Kreislauf Beschwerden zur Folge. Werdende Mütter in Zonen mit hoher Belastung gebären kleiner Kinder.

Die kleineren Übel können langfristig auch in grosse übergehen: Hirnschlag , Krebs. 

Zusätzlich hat eine andauernd zu hohe Belastung mit Feinstaub eine Verschlechterung der kognitiven Fähigkeiten zur Folge.

Interessante , ausführliche info zu Feinstaub und Krankheiten:

 

 

https://feinstaub.ch

https://www.lungenliga.ch

Kommentar schreiben

Kommentare: 0